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10.02.2012 von eb , - Der seltsam surreale Garten der bürgerlichen Anständigkeit.

Der ewig Sachliche.

Aus der Reihe: "Bürgerliches aus´m Kaff."

DIN-A4 Polychromos Klick macht dick.
bild

Als auch diese Beziehung nicht funktionierte, begann er über den Sinn von Liebe zu philosophieren. Auf der Suche nach ähnlich motivierten Leidensgenossen, mischte er sich wieder unter die Menschen. Dabei fiel ihm auf, wie schwer es war, sie aus dieser Perspektive heraus, - in ihrer Gesamtheit von außen zu betrachten. Weshalb er, in Ermangelung eines objektiven Überblicks, in der Kneipe begann weibliche Hinterteile individuell, und sehr subjektiv zu bewerten. Beim abrupten Seitenwechsel zur Vorderfront eines solch rück-seitig betrachteten Objektes, ergab sich die recht unfreundlich formulierte Frage,- ob ihm denn gefiel, - was er sah? Seine etwas unbeholfene Antwort, dass man dies sachlich sehen müsse, verhalf der Dame zwar nicht zu mehr Freundlichkeit, - brachte ihn aber wieder in den Genuss einer erneuten Betrachtung der Rückseite. Nach einigen, doch recht irritierenden Erlebnissen dieser Art, traf er auf eine Frau mit anscheinend ähnlichen Problemen. Zumindest konnte sie seinen sachlichen Ausführungen über die perfekte Beziehung mit dem eigentümlich sachlichen Gedanken begegnen, dass er zwar unfähig zur Liebe-, aber spitz wie Nachbars Lumpi war. Als sie ihm vorschlug, sich einmal zu überlegen, woran das denn liegen könnte, - versprach er ihr, die Sache in die Hand zu nehmen und sachlich zu hinterfragen. Er konnte sich noch gut an ihr spöttisches Gesicht erinnern.


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