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07.08.2017 von eb
Sommerweihnacht
Das Hintergrundrauschen zwischen Komplexität und Abstraktion, - Teil 20

(Klick macht runder).
bild Zugegeben, - im Sommer Weihnachtslieder zu singen, ist nicht jedermanns Sache. Im Sommer, will man die geübten Sommerklischees empfinden, - nicht die Winterklischees. Zumindest in unseren Breitengeraden. In Australien z.B., ist das mit den Weihnachtsliedern im Sommer genauso normal, wie man sicher auch dort Leute finden wird, die trotzdem glauben, dass die Erde eine Scheibe ist. Die Anhänger dieser irdischen Geometrie, bestechen jedenfalls nicht durch Mangel an globalem Vorkommen. Wobei man mit hähmischem Lachen ob solch eigenwilliger Ansichten allerdings vorsichtig sein sollte. Besonders in unserem Ländle, - wo man z.B. Zukunftsforschung und Bärtelsmann-studien auch immer noch allen Ernstes für seriöse Wissenschaft hält, während besonders letzteren, die negativen Resultate ihrer bisherig konstruierenden Gestaltung mit dem seltsamen Prädikat; "Forschung", bereits schon von selbst auf die Füße fallen und dabei den Rattenschwanz der eigenen Systemesoterik bis in die Weihen hypnosystemischer Verluhmannung nicht mal sehen wollen, - geschweige denn, dass das in einem; "Laut einer Studie der ..." landen könnte.

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23.07.2017 von eb
Nützliche real surreale Hinweise zur täglich realpolitischen Kellerbesteigung.

(C.) DIN-A4,Tusche,Goauche,Ölkrd.,Pastell    (Klick macht seltsamer).
bild 1.) Nach Öffnen der Türe, niemals blind drauflos stürmen, sondern wenigstens solange warten, bis sich der Nebel im Keller verflüchtigt hat. In jedem guten Horrorfilm herrscht Nebel im Keller, welcher der Spannung zuliebe, die üblichen Surrealitäten genauso verdeckt wie die Eingänge zu den wirklichen Gruseleien.

2.) Mit ungewohnten Geistern, tut sich der Geist in der Regel schwer, ganz egal, wie geistlos das Zeugs ist, mit dem man so die Gewohnheiten als Regel empfindet. Schwer geht aber nur im Land der Dichter und Denker, wo es alleine schon schwer ist, den dortig auflagenstärksten Boulevard als Keller bezeichnen zu wollen. Also muss man mit dem Willen der kürzest eindeutig sowie einfachst möglich zu verarbeiteten Symbolik- wie Hinweismethodik rechnen. Seien sie also vorsichtig, wenn sie auf zwei Türen treffen, die einfach nur mit Gut oder Böse beschriftet sind. Seien sie noch vorsichtiger, wenn sie nur eine davon finden. Es soll schon Fieslinge gegeben haben, die das Toilettenmännchen auf die Küchentüre malten.

3.) Bedenken sie, dass es nicht nur schwierig ist, zwischen dem; "irreal", als nicht der Wirklichkeit entsprechend, - und dem; "surreal", als traumartig gesteigertes Synonym davon, noch eine Messlatte verwenden zu können, je quantitativer ein; "real" deklariert wird. Bei z.B. zehn Türen, wo "real" drauf steht, haben sie zwar die Möglichkeit zehn Realitäten zu betreten, was aber genauso irreal bis surreal sein kann wie eine einzelne Türe, hinter der das Nirwana wabert.

4.) Ein besonderer Hinweis, gilt dem Umstand, dass in real surrealen Kellern merkwürdige Zeitphänomene auftauchen können. Die sind eventuell mit dem Problem vergleichbar, welches man mit Realsatire und Satire bzw. auch Realcomic und Comic ebenfalls hat. Wenn z.B. Realpolitiker und ihre real-mediale Politkommunikation, einem jahrelang was vom Wert der Bildung erzählt, während man im Keller Lehrerstellen abbaut und Jahre später dann erzählt, dass es Lehrermangel gibt, - dann ist dies Realsatire, für welche die echte Satire, vor der gleichen Anzahl von Jahren, keine fünf Minuten benötigt hatte, - sie aber trotzdem, ohne jede pädagogische Hilfe, viele Jahre im Keller herum geirrt sind.

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10.07.2017 von eb
In der Hitze des Gefechts....

(C.) DIN-A4,Tusche,Ölkreide (Klick macht sonniger).
bild Es muss die Hitze sein. Die Gefäße weiten sich, der Blutdruck sinkt, der Kreislauf geht in Richtung Zehennägel und im Hirn herrscht wirre Seltsamkeit. Übergroße Hitze, ist nicht gut für die Wohlfühlbereiche von Goldfischnaturen im Sommer zwischen 18 und 24- sowie im Winter zwischen 6 und 14 Grad. Zugegeben, im Winter ist man aufgrund der Aquariumheizung einfach toleranter bezüglich Außentemperaturen weit übers Limit hinaus, aber im Sommer hört bei 30 Grad der Spaß genauso auf, wie Eisschränke und Öfen einfach in mehrfacher Hinsicht unterschiedliche Geräte sind.

Andererseits, - gäbe es da natürlich auch noch die Erklärung, dass man mal wieder zu viele Science-Fiction geschmökert hat, anstatt was vernünftiges zu lesen, wie es einst bereits schon der eigene Erzeuger anriet. Der sich wiederum selbst, gar nicht schnell genug damit beeilen konnte, schon dunnemals, das Neueste vom Neuesten, als komfortable Errungenschaft von Wissenschaft und Technik zu preisen. Ja nü, - auf der einen Seite kann man sich auch die Frage stellen, ob nun das Ei oder die Henne zuerst da war, und auf der anderen, das gleiche Spiel mit science-fiction und Wissenschaft oder vielleicht sogar Industrie 4.0 angehen? Sicher, gibt es da gewaltige Unterschiede zwischen Betrachtungen im Familienbereich, auf dem Hühnerhof, im Labor oder am Schreibtisch. Doch in jedem Fall, können solch blödsinnige Fragen auch als Metapher für etwas herhalten, welches die lange Sicht auf eine Entwicklung genauso beinhalten könnte, wie die kurze pragmatische des Nutzers. Der sich dann aber, zumindest beim Ei, immer noch nicht entscheiden kann, ob er das Ding nun köpfen oder pellen soll. Was dem Ei zu diesem Zeitpunkt, allerdings bereits schon genauso vollkommen egal ist, wie dem Besitzer großer Legebatterien, welcher sich lieber überlegt, wie er die quantitative Produktion von Frühstückseiern profitabler automatisieren kann und diesbezüglich in der Ferne der näheren Zukunft, bereits schon die künstliche Intelligenz dafür wittert.

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22.06.2017 von eb
Blechern zwischen den Zeiten.
Das Hintergrundrauschen zwischen Komplexität und Abstraktion, - Teil 19

(C.) DIN-A3, Neuvertonung altem Blechs (Klick macht vernetzter).
bild Sicher, - wenn Pinsel oder Zeichenstift gerade keine Lust oder Zeit haben, kann man denen natürlich immer bequem die Schuld geben, um olle bunte Kamellen nochmals zu verwenden. Sinnigerweise, sind es aber gerade die mehr an der Zukunft orientierten Themen, die dies mit dem Alt und Neu, mitunter recht zwiespältig betrachten lassen. Möglicherweise, wäre natürlich auch eine gewisse Modernisierung des anfänglichen Motivs, wohl mehr in Richtung "vernetzter" Bierdosen angesagt, - aber ich gehe generell nicht davon aus, dass der hiesige seltsame Humor immer nachvollzogen werden kann. Was es dann wiederum umso merkwürdiger macht, wenn in Zukunft mit Sicherheit, so mancher muntere Geschäftsmann auf noch schrägere Ideen kommt, die dann wiederum als vollkommen normal angesehen werden. Wobei es aber auch nicht so ist, dass man sich hier nicht bereits schon mehrmals versucht hat, einem ganz speziellen Fatalismus anzunähern, der auf mich immer so wirkt, als wäre Science-Fiction eine Art Gütesiegel zur Gestaltung der Zukunft, die ohne größere Diskussion, fast schon direkt nach der Vision beschlossene Sache ist.

Seltsamerweise, kann ich mich noch gut an ehemalige Aussagen von SF-Autoren erinnern, die den Sinn eigentlich darin sahen, - sich abzeichnende Möglichkeiten deshalb weiter- bzw. gar zu Ende zu denken, um überhaupt erst mal-, mittels eben auch prophylaktischer Gesinnung bis gar Risikofolgenabschätzung, - eine Diskussionsgrundlage zu haben. Dabei waren beileibe nicht nur gestaltende Seelen, sondern eben auch durch gestaltende Gestalten evtl. Gestaltete gemeint, die sich an einer Nachdenklichkeit über eine sie immerhin selbst auch mit betreffende Zukunft, durchaus mit beteiligen dürfen. Heute sehe ich dagegen gar Politiker, die vollkommen frei von jeder Reflexion-, aber dafür voll tönend, Dinge lediglich deshalb propagieren, weil dies irgendwelche Industrien mit einem 4PunktNull dahinter, gerade für das realisierbare Highlight ihrer eigenen profitablen Zukunft sehen, - und der Rest nickt mit'm Kopf. "Das wird kommen", - heißt es dann; "Das ist die Zukunft". "Is halt der Fortschritt, - da kannst du nix machen". Ja nü, - das Ganze dann, während andere sogar jede Menge machen. Eigenartig, - ist dies schon.

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11.05.2017 von eb
Als die Aufklärung mal wieder zu Späßen aufgelegt war.
Oder auch; Das Kopfkratzen beim Begriff Geschichte.

(C.) DIN-A4,Tusche,Ölkreide (Klick macht munterer).
bild Die Geschichte der Menschheit, ist ja leider mehr eine Geschichte der vermeintlich wichtigsten Begebenheiten darin, und unterschlägt demzufolge mitunter sogar die Überlieferung ganzer Generationen. Aus der Menge der Menschenleben, sortiert sie die bekanntesten Helden, Könige und sonstigen Extremisten heraus und selbst aus deren Leben, werden bestenfalls die der Größe der Story entsprechend großen Taten erwähnt. So muss es nicht verwundern, dass auch zu Zeiten, als man sich noch keine Gedanken über die Unterschiede zwischen beweisbaren Tatsachen, ehrlichem Unsinn und zu Sinn erklärtem Unsinn machen musste, und sogar lediglich erst ein einzelner Mensch existierte, man selbst noch bei dem, allenfalls von einem für die Geschichte wichtigem Ereignis zum anderen hüpfte, und dabei ganze Zwischenräume einfach ignorierte.

Über Adam, wissen wir ja nun wirklich nicht viel. Lapidar heißt es da allenfalls, dass er aus Staub zusammen gebastelt wurde, den Tieren ihre Namen gab, dann in Tiefschlaf versetzt- und aus einer seiner Rippen Eva konstruiert wurde, die dann einfach nicht die Finger vom Frischobst lassen konnte. Aber bereits schon die Aussage, dass er den Tieren ihre Namen gab, müsste uns zeigen, dass er, als er noch alle Rippen beisammen hatte und das mit den Mädels noch gar nicht angedacht war, ein ganz schön beschäftigter Mann gewesen sein musste. Sind ja nicht gerade wenige Tiere, denen man Namen geben könnte, - und an einem Tag, ist das mit Sicherheit nicht erledigt. So einen Job, muss man erst mal machen können, aber das interessiert keinen, - oder? Wie stellt man sich das vor? Dass der arme Kerl da luftig locker in der Gegend herum sprang, ein paar Tieren Namen gab und danach unter Boreout litt? Meine Güte, die Erde ist rund, groß und zu der Zeit gab's noch nicht mal Latein, geschweige denn ein vernünftiges Kategorisierungsschema für eine Vielfalt von Tieren, angesichts derer heute noch ganze Horden von Tierbenennern verzweifeln.

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15.04.2017 von eb
Frohe Ostern ....

bild Hie und da, hatte sich der hiesige Heide ja noch bemüht, zu Ostern auch mal die konfessionslose Pfaffenkutte anzuziehen, um voller Hoffnung der Menschenliebe zuzusprechen. Da diese Barbaren sich aber offenkundig jetzt endgültig dazu entschlossen haben, wieder die Kriegsgötter zu spielen- und auch die christliche Händlerseele, eine mittlerweile fast schon tägliche Bombenstimmung produziert, - bekomme ich das heute einfach nicht gebacken. Wenn das österliche Blumenbouquet, also diesmal in merkwürdigem Kontrast zum Text steht, bitte ich das einfach zu entschuldigen, aber ich berücksichtige dabei auch die Menschen, die immer noch ehrlich Frieden im Herzen tragen.

Zugegeben, mit diesen personifizierten Machtballungen mit Hang gleich großflächig über Leben und Tod entscheiden zu wollen, egal wie und wo auf diesem schönen Planeten, bin ich noch nie klar gekommen. Wenn sie sich dann aber noch martialischer Klänge und/oder sonstigen Gesten präpotenter Selbstdarstellung bedienen, bzw. ihre Begeisterung auch noch mit der Effektivität von Vernichtungsmaschinen steigt, dann sollte eigentlich jedem klar werden, dass da nichts mehr mit menschlicher Weiterentwicklung läuft, - sondern sich ganz entschieden was geistig rückwärts bewegt hat.

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31.03.2017 von eb
Als der Geist des Wolpertingers mal wieder sein Profil modernisieren wollte ...
Das Hintergrundrauschen zwischen Komplexität und Abstraktion, - Teil 18

(C.) DIN-A4,Tusche,Ölkreide (Klick macht munterer).
bild Die Vernunft, die ist ein Vögelein,
welch fröhlich hüpft und springt.
Sie will des Menschen Zukunft sein,
die heut schon wirre Lieder singt.

Dafür benutzt sie flinke Hände,
die tragen sie durch jede Zeit.
Dies auch über alte Wände,
für welche neue Farbe, schnell bereit.

Heute mal wieder etwas mitten aus dem realen Leben der ganz normalen zeitgemäßen Irrationalitäten der Gegenwart. Und, - nein, nein, - das Bunte soll jetzt keine Neuerfindung des Wolpertingers sein. Dafür trifft es einfach nicht den passenden folkloristischen Geschmack, - außer vielleicht den von bayrischen Transhumanisten oder Anhängern des Begriffes; "human resource", die den grundlegenden schlechten Geschmack dieses Begriffes nie zu Ende gedacht haben. Zugegeben, - man könnte dem Unterbau ja auch eine Lederhose oder ein Dirndl anziehen, bzw. gar durch einen BMW ersetzen, aber der echte Wolpertinger besticht durch eine Mischung aus ausnahmslos tierischen Beigaben, deren Zusammensetzung das entsprechende Faszinosum hervor ruft. Doch angesichts anderer Lockerheiten und auch großer sprachlicher Wunder, will ich dies jetzt auch mal nicht ganz so eng sehen.

Wobei es ja Leute gibt, die fanden bereits schon das Verhalten früherer Tierpräparatoren betrügerisch, durchs bunte Zusammenstoppeln verschiedener Arten auch noch Kasse bei sensationsgeilen Touristen machen zu wollen. Andere, - nahmen's mit Humor. Immerhin, - denn sprecht heute nur mal die überzeugten Homöopathen auf die wissenschaftliche Grundlage ihrer Medizin an. Von wegen, Humor, - au weiah. Genauso gut, könnte man in der Kirche unanständige Lieder singen. Oder einen dieser fast schon unzähligen systemischen Coaches und ihre zahlungswillige Klientel, - für was auch immer, - bis runter zur systemischen Aufstellung mit Bachblütentherapie. Besonders interessant, sind dabei Angebote in hypno-systemischer Psychotherapie mit energetischen Ansätzen aus der klassischen Homöopathie, - von Heilpaktikern.

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22.03.2017 von eb
Fake news für galaktische Verkehrsrowdies
Oder auch; Surfbrett versus Transmitter im Internet der Dinge, zwischen Fiktion und Kuchenbacken.

(C.) DIN-A4,Tusche,Ölkreide (Klick mich).
bild Es wäre wohl vermessen, das innerstädtische Beförderungssystem der schwäbischen Kolonie auf Right-angled-Prime, als das beste des Universums zu bezeichnen. Dafür sind einige der Argumente der Kritiker, dann doch zu stichhaltig. Genau genommen, ist bereits schon seine Funktionalität, nur durch strikte Einhaltung der schwäbischen Kehrwoche durch auch alle gewährleistet. Auch die Normung von Breite, Länge und Radabstand der Beförderungsmittel selbst, lässt zugunsten der drehbaren Verkehrsinseln für die Änderung der Fahrtrichtung, nur Spielraum nach oben offen. Wobei auch dieser Freiraum, bezüglich der Abhängigkeiten von Geschwindigkeit, Fliehkraft und Windstärke, begrenzt ist. Diesbezügliche Sondergenehmigungen, gibt es lediglich für Frachtransporte bei gleich­zeitig reduzierter Höchstgeschwindigkeit und Beförderungsverbot oberhalb einer Windstärke von 3, nach der auch hier noch bekannten Beaufort-Skala.

Dafür bedarf es aber aufgrund einer vollautomatischen Steuerung, Überwachung, Anpassung der Geschwindigkeit sowie Vermeidung von Kollisionen, keinerlei Führerscheine bzw. überhaupt die Beteiligung eines Fahrers oder Fahrerin. Auch die Verkehrsregeln, beschränken sich auf einige wenige Verhaltensmaßregeln zugunsten der eigenen Sicherheit, bzw. zur Vermeidung von Zuständen, seinem eigenem Beförderungsmittel nach laufen zu müssen. Was aber in der Regel, auch nur bei Benutzung der neuerdings in Mode gekommenen unbestuhlten Freiluftmodelle eine größere Rolle spielt. Diesbezüglich laufen übrigens momentan, auch in Hinsicht des Beförderns alkoholisierter Personen, heftige Diskussionen darüber, ob zusätzliche seitliche Stützräder, wie sie bei den geschlossenen Modellen Standard sind, - generell zur Pflicht werden sollen, bzw. dafür gar auch ein generelles Alkoholverbot gelten soll.

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13.03.2017 von eb
Im Märzen der Bauer ....

Klick macht Bilder größer.
bild Die aktuelle Kombination aus rarer Freizeit, Schönwetter, besonders frühem Frühling und Gartenansprüchen, macht es wirklich schwer, sich auf die hier sonst üblichen Buntheiten zu konzentrieren. Wobei es ja nun wirklich nicht so ist, dass einem das ganze frühlingshafte Wachstum und Gekribbel wie Gekrabbel, was da so plötzlich aus allen Ecken und Enden hervor schaut, nicht genügend Inspiration für auch schräge Gedanken bieten würde. Alleine bei der eigenen Mini-Tomatenplantage, sehe ich bereits schon ganze Heerscharen feuerroter Köpfe mit Kulleraugen auf mich zu kommen, aus den Lauchzwiebelkeimen grinsen einem neue hämische Dämonen entgegen, im Kräuterbeet erzählt die winterharte Petersilie frische grüne Flachheiten, - und in der Regentonne toben bereits schon die Nadelstiche des Sommers. Aber dies will nun mal auch alles erst mal kultiviert werden und da für mich weder Kompromisse mit Spaten statt Pinsel auf Papier-, noch das sensible Bearbeiten frischer Erdkrume mit dem Bleistift einen Sinn ergeben, muss heute ersatzweise mal wieder die Knipse her halten.

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12.02.2017 von eb
Als jüngst mal wieder die Grippe das Narrativ bestimmte ....

(C.) DIN-A4, Klick macht lange Nase.
(Skizze wegen Schnupfen ausnahmsweise mal digital coloriert).
bild Irgendwo, weit im Osten zwischen Laurasia und Gondwana auf den Weiten des Tethys-Meeres, auf keiner heutig weltlichen Landkarte verzeichnet, gab es einst eine Insel, auf der lebte das Volk der Langnasen. Es war schon aufgrund der hohen Gefahr eines Nasenbruchs, ein ausgesprochen friedliches Volk. Es liebte den Tanz, die Musik, - und seine Nasen. Es hatte schon Häuser, Toiletten und Nasencremes, lange bevor die ersten Anzeichen für die heutige Zivilisation der Kurznasen überhaupt absehbar waren. Ebenfalls betrieb es Seefahrt, besaß eine ganz brauchbare Wissenschaft und wusste natürlich, dass die Erde eine Kugel ist, auf welcher ansonsten rings um die Insel der Langnasen herum, lauter gruselige Ungeheuer lebten. Ungeheuer, von denen hunderte von Millionen von Jahren später, Menschen genauso nur noch die Knochen finden würden, wie ihnen die Launen der Natur keine ausreichende Nase mehr gönnen würde, um auch noch in zehn Kilometern Entfernung einen Fliegenschiss riechen zu können. Wenn man sich das Geschäft eines Brachiosaurus mit 25 Metern Körperlänge und 23 Tonnen Lebendgewicht vorstellen kann, dann mag man bereits einen der Gründe dafür ahnen, warum die mit Geruchsrezeptoren reich gesegneten Langnasen, die Isolation ihrer gut belüfteten Insel, der eigenen Expansion in die Welt hinaus vorzogen.

Generell, war das Verhältnis zwischen Kultur und der ungezügelten Rohheit der Natur, natürlich auch zu dieser Zeit durch große Differenzen geprägt. Zugegeben, die Langnasen selber, waren jetzt auch nicht nur Vegetarier, sondern bemühten sich ebenfalls zum Zwecke der Nahrungsaufnahme, einige der letzten noch überlebenden Säugetier-ähnlichen Arten richtiggehend zu züchten. Wobei die stilvolle Zubereitung eines Oligokyphus-Steaks, eben auch anders angesehen wurde, als einfach so die Nase ab zu beißen, wie es die Raubsaurier auf den Kontinenten taten.

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01.02.2017 von eb
Neulich, im Nebel einer klaren Nacht.


(C.) 20x30cm Maroufl. Abtönf./Gouache (Klick macht vollm(u/o)ndiger).
bild

Version 1: Der letzte Romantiker.

Wenn in der Nacht,
ein magisch Vollmond lacht,
und schaurig schön ein Käuzchen schreit,
mach dich fürs Schattenreich bereit.

Es lädt zum fröhlich Reigen,
mit Nachtgetier und Geistergeigen,
die ohne groß zu fragen,
dir ne Gänsehaut einjagen.

Im Wind hörst du bereits ein Wispern,
das lässt die Haare knistern,
und mit schaurigem Entzücken,
läufts kalt dir über'n Rücken.

Unter düstern rauschend Eichen,
merkst du flinke Schatten weichen,
die geheimnisvoll verschwinden,
in des Baumes Rinden.

In dichten dunklen Sträuchern,
riechst du Elfen Düfte räuchern,
um deine Sinne zu verwirren,
und dich im Wald noch zu verirren.

Dort siehst du dann Dinge leben,
die lassen alle Knochen beben,
während andere schon auf Lauer,
für deinen nächsten Gruselschauer.

Unter hinter Steinen hörst du Gnome lachen,
die sich ob deiner Ängste lustig machen,
- es ist doch nur die Nacht,
über die der Vollmond wacht.


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28.01.2017 von eb
Der Schöne und das Biest.
Oder auch: Die seltsame Schwere, der gefüllten großen Leere.

Aus dem Bilderbuch des Nachwuchses derer,
welche die große Leere bereisen. (C.)
bild Quetzalpak-Akazehe, der spitzohrige Geschichtenlauscher und von seinen Fans in der Regel liebevoll Quetzi genannt, gingen die Geschichten aus und begab sich deshalb mal wieder unter die Menschen. Irgendwo im Hinterland, ganz in der Nähe einer für den Tourismus aufgepeppten Burgruine, traf er auch gleich das Burgfräulein des Ganzen. Die war erst ziemlich erschrocken, angesichts seiner äußeren Gestalt, - aber er konnte sie als Opfer der Launen irdischer Natur schnell wieder beruhigen und schlug ihr ein lukratives Geschäft für beide vor. Er würde für ein paar Monate als Touristenattraktion den Burgtroll machen, und sie ihm dafür bescheidene Kost wie Schlafplatz gewähren sowie dröge Mittelalter-Geschichten erzählen, die er noch nicht kannte.

Das Burgfräulein überlegte angesichts der neuen Werbemöglichkeiten bei verkraftbaren Kosten nicht lange, und tüftelte gleich mit ihm eine kleine Show zur alltäglichen Erfreuung der Touristen aus. Das ging eigentlich ganz gut, aber schon während der ersten Aufführung, in welcher er lüstern sabbernd das Burgfräulein zu entführen hatte, fiel ihnen auf, dass die Touristen während der Darbietung zwar hell begeistert waren, aber danach recht unzufrieden die Burgbühne- und einige sogar die ganze Ruine verließen. Belauschende Marktforschung im Publikum, ergab schnell den Grund dafür. Man vermisste einfach ein Happy-End. Und überhaupt, was will man auf einer Ritterburg, auf der nicht wenigstens dann was Ritterliches passiert, wenn die Unholde schon die Jungfrauen klauen?

Unzufriedene Kunden kaufen weder Souvernirs, noch zahlen sie Extraeintritt für die Folterkammer, noch kommen sie wieder, - dies war auch dem Burgfräulein klar. Von Übernachtungen in der stilvoll restaurierten Burgherren-Suite genauso zu schweigen, wie im ebenfalls hübsch eingerichtetem Burgverlies für schmale Geldbeutel. Und selbst wenn doch, musste speziell bezüglich der Übernachtungen bedacht werden, dass Quetzi so überzeugend war, dass eine Entführung ohne Rettung, möglicherweise sogar noch schlechte Gefühle und diffuse Ängste bis in die Nacht hinein transportieren könnte. Auf die Show zu verzichten, kam aber auch nicht in Frage, dafür war sie als Publikumsmagnet einfach zu gut. Außerdem, wann hatte man schon mal ein richtiges Monster dafür zur Verfügung, was sich lediglich mit ein bisschen Essensabfall, Stroh zum Schlafen und ein paar blöden Geschichten als Bezahlung begnügt. Da musste also unbedingt ein Happy-End her.

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06.01.2017 von eb
Reitsport, nicht nur für Mädchen.

(C.) DIN-A4 Tusche/Ölkreide (Klick Klack).
bild Ist ja eigentlich ein gruseliges Klischee. Ich meine das Ding mit der Pferdeliebe schwer überlastig bei weiblichen Teenies. Hat sich merkwürdigerweise aber trotzdem, von der frühesten Bravo bis zu heutigen Reiterferien für Mädchen und auch entsprechenden Pferdeserien im elektronisch viereckigen Weltbild für die Jüngeren wacker gehalten, und sogar schon die Wissenschaft in den Sattel gebracht. Wobei aber auch der Genderforschung nichts besseres einfällt, als die Emanzipation der Bösartigkeiten. Der Teufel reitet die Mädels beim Reiten, um sich endlich mal wie Buben fühlen zu dürfen. Der egozentrische Leistungscowboy, als psychologisches Vorbild für die Emanzipation des egozentrischen Cowgirls. Ja, - geht's noch? Gut, - der technokratischen Abteilung dieses Metiers an jeder ehrlichen menschlichen Emanzipation vorbei, also dieses neoliberale Genderwelsch funktionalisierungs-williger Lebensabschnitts-gefährtinnen und Familien-managerinnen im Wettkampfhimmel, wird dies vielleicht ideologisch gefallen, aber bereits schon von der Nomenklatur her, - wenig damit anfangen können. Im Grunde, kann ich in diesen; "das ganze Glück der Erde, - auf dem Rücken der Pferde" - Filmchen, jetzt nicht mehr sehen, als die durchschnittlich gesiebte Heldensicht, wie man sie sich auch bei jedem billigen Western bezüglich der quantitativen Verteilung von Helden und Bösewichtern zusammen strickt, um eben die Helden leuchten zu lassen. Hat da jemand was gegen einsame Reiterinnen im Pulk der Reiterscharen von eben Bösewichterinnen? Das Schema dieser Teenie-Filme, kann man eigentlich auch auf Alien 1-5 mit Sigourney Weaver auf den Pony-Hof übertragen. Dass das Geschlecht der Aliens dort nicht eindeutig klassifizierbar ist, ist dabei sogar hilfreich. Ganz egal, ob die nun Raumschiffe reiten oder nicht. Auch die simple Verfrachtung Sattel-tragender Zickenkriege in jedes durchschnittliche Klassenzimmer, bringt da kaum Besonderheiten im Pferdestall zuwege.

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31.12.2016 von eb
Trübe blicklos, fraglich Wende, eines Jahres, - an seinem Ende.
(C.) DIN-A4 Tusche/Ölkreide (Klick mich irritierter)
bild


Und dennoch, ohne viel Worte
.... frohes Neues.



23.12.2016 von eb
Frohe Weihnachten
(C.) Klick Klack
bild

Der Menschen Nerven liegen blank,
da meldet sich das Christkind lieber krank.
Auch dem Weihnachtsmann wird's flau,
fühlt sich gar alt und grau.

Die Engel hört man husten,
und sieht sie Feinstaub aus den Federn pusten.
Als Schutzengel hoch gefragt,
doch von Irren durch den Smog gejagt.

Dem Himmelschor geht's sowieso schon schlecht,
übertönt von allerlei menschlich Wortgefecht.
Motette, wild aus Technosprech und Schlachtgesang,
mit Genderwelsch und Waschbrettklang.

Beim Teufel mit natürlich fieser Laune,
vermutet man darob gar fröhliches Geraune.
Sieht seine Zeit gewonnen
und den Himmel auf den Hund gekommen.

Doch auch der fühlt sich nicht pässlich,
sondern flucht stattdessen doppelt hässlich.
Seelen quälen ist kein Zuckerschlecken,
doch kein Teufelswerk bei gequälten Jecken.

So sah man jüngst zum Weihnachtsfeste,
ein Bündnis mythisch kultureller Reste.
Burnout-geplagt und schwer bereit,
für ne kurz besinnliche Entspannungszeit.



18.12.2016 von eb
Die Symmetrie des Kitsches.
Das Hintergrundrauschen zwischen Komplexität und Abstraktion, - Teil 18

(C.) DIN-A4 Tusche/Ölkreide      (Klick mich symmetrischer).
bild Dass unsereiner nichts gegen Kitsch hat, erwähnte ich ja bereits schon mehrmals. Auch nichts gegen schmuckvolle Dekorationen zur Erfreuung von Einrichtern ihres eigenen Wohlfühlambientes. Letzteres schon deshalb nicht, um den sauer erwirtschafteten schlechten Ruf des hiesig imaginären Deko-Studios nicht zu gefährden. Zu Weihnachten, hat es für mich sogar etwas besonders Liebenswertes an sich. Konsum hin, Konsum her, - es fällt schwer, - hinter den liebevoll dekorierten (Haus)Fassaden der bunten und leuchtenden Vorfreude auf Weihnachten Menschen zu vermuten, die voller Hass und Wut sein könnten. Natürlich sieht die Realität immer anders aus wie die Fassade sie verschönern könnte, aber die durchschnittliche Arroganz elitär geschulter Geschmäcker, war in ihrem Naserümpfen übers Nippesgefühl des Alltags-dekorateurs, jetzt auch noch niemals zwingend besser.

Wobei die zeitgemäße Spannbreite, zwischen dem angenommenen Niveau der Bemühungen ums Wahre und Schöne, und eben der Sehnsucht nach einem möglichst einfachen Gefühl fürs Gute und Böse, von der zur Belustigung neigenden Comicseele, sinnigerweise anders betrachtet wird, als die bei näherer Betrachtung eigentlich lediglich Niveau-bedingten Unterschiede der Eitelkeiten des gesamten Spektrums so hergeben möchten. Wobei es bereits schon erstaunlich ist, wie schnell so mancher mit diesem unverändert negativ konnotiertem "Kitsch" um sich wirft, - und dies sogar ganz unabhängig davon, ob sein Gartenzwerg im Garten ein Gartenzwerg für zehn-, eine Gipsskulptur der Aphrodite aus dem Baumarkt für hundert- oder dies oft gesehene mittelständische Pinkelmännchen mit Afteranschluss für den Gartenschlauch am Goldfischteich für fuffzig Euro ist.

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27.11.2016 von eb
Advent, Advent, ein Lichtlein brennt ....
Aus der Kategorie: Es hatte schon bessere Überschriften gegeben,
bzw. auch, - Bekenntnisse eines Heiden der Weihnachten mag.

(C.) 38x42,5 Holzpappe Abtönf./Gouche (Klick mich weihnachtlicher)
bild





Der Weihnachtsmann ist irritiert,
fühlt sich gar kulturell frustriert.
Nichts ist mehr wie es war,
und was kommt, erst recht nicht klar.

Kälte, Chaos, Schneegestöber,
der Menschen Worte werden ständig gröber.
Auch der Sätze wird es viel zu viel,
gebraucht nur noch wie'n Besenstil.

Die Kinder sind wie immer,
doch die Erwachs'nen werden immer schlimmer.
Da spielt die plumpe Rohheit schon Trompete,
und bläst zur kreischend Hühnerfete.

Mal jault's wie ein Getriebeschaden,
durch den systemisch Irre Menschen jagen.
Mal plärrt's wie völkisch Bierzeltschlager,
der auch nur Menschenhass auf Lager.

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06.11.2016 von eb
Neue Impressionen vom Kirchenplaneten.

(C.) 50x50 Leinwand/Acryl                        (Klick mich bunter)
bild Da ja gerade das alljährliche Geschimpfe auf den kommenden Winter up-to-date ist, hat sich unsereiner während des Reifenwechsels natürlich auch Gedanken übers Wetter gemacht. Was, - zugegebener-weise, - nicht nur ein wenig aus dem Ruder gelaufen ist, sondern irgendwie auch den Planeten verlassen hat. So was passiert schon mal, aber im Gegensatz zur z.B. Politik, muss dies hier ja jetzt keiner ernst nehmen. Zudem wissen die hart-gesottenen Leser dieses blogs ja bereits, dass der Kirchenplanet für unsereins nicht nur unverändert ein Ort voller Geheimnisse und Abenteuer ist, sondern auch voller schräger Welterklärungen, die ausnahmsweise mal keinen Schaden anrichten.

Das Leben auf dem Kirchenplaneten, dessen wahrer Name leider als unaussprechlicher Zungenbrecher der native inhabitants hier immer noch nicht wiedergegeben werden kann, spielt sich ja, wie bereits erzählt, in dem gewaltigen Netz von Schluchten der zerrissenen Planetenoberfläche ab. Auch, dass besagte Schluchten das Prädikat gigantisch verdienen, - also gigantisch tief und ein Großteil davon auch gigantisch breit, - ist ebenfalls nichts neues, - bzw. wird in einigen Jahrhunderten im gefunktem Missionsbericht der ersten terranischen Siedler sogar auf der Erde nachzulesen sein. Was allerdings der vorerst letzte Missionsbericht war, denn ihr Raumschiff musste im Orbit- und das Landeboot, als einzige Funkbrücke dorthin, aufgrund eines immer noch ungeklärtem und jedwede elektrische Spannungsversorgung betreffendem Energiephänomens innerhalb der Schluchten, in der nicht mehr atembaren Oberflächenatmosphäre zurück gelassen werden. So zeigten auch erst weitere zaghafte Erkundungen, dass der Planet zumindest am Boden dieser Gigagräben, alles andere als knochentrocken ist und auch wesentlich mehr Flora und Fauna zu bieten hat, als man anfänglich überhaupt zu hoffen wagte.

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27.10.2016 von eb
Die Trolle- und auch Sonstiges, - im Verborgenen ... (8)

(C.) (Klick macht große Hörner).
bild Das eigene Märchenambiente mit Bilderbuch auch für die Kleinen unter uns, hab ich in letzter Zeit ja schwer vernachlässigt. Schande über mich, - aber die Welt ist so ausreichend mit Spezialisten dieser merkwürdigen Mischung aus Kulturgeschrei und Esoterikbrei für als Kulturapostel getarnte Kulturbanausen bestückt, welche auch vor der Märchen- und Sagenwelt nicht halt machen, dass da kaum die Chance besteht, dass mein eigenes Märchenambiente wegen ausgehendem Stoffs gar untergehen könnte. Als mir letztens denn auch mal wieder ein Anhänger der Marke keltisch-druidischer bis germanischer Spiritualitäten die Welt seines Seelenheils im tiefen Einklang mit der Natur und ihren Geistern erklärte, - konnte ich gar nicht anders, - und hab mich schnellstens wieder durch den nächsten vermoderten Baumstumpf mit Wurmloch zum entsprechenden Märchenland gebeamt, - und durfte dort tatsächlich, auf einen schwer sympathischen Bewohner desgleichen treffen.

Kurt, - der Halbfaun.

Auf Wunsch seines Vaters, sollte Kurt eigentlich Satyr werden. Oder Faunus bzw. im eingedeutschten, - Faun. Doch zu seinem Leidwesen, entwickelte sich der Junge nicht nur zu einem ausgesprochenem Sensibelchen, sondern hatte auch ganz andere Vorstellungen vom Leben. Voran dies lag, konnte Papa auch nicht sagen. Satyre sind von sich aus schon Mischwesen und eventuelle Erbanteile mütterlicherseits zurück zu verfolgen, ist angesichts der Dauerlüsternheit von Satyren einfach ein Ding der Unmöglichkeit. Auch diesbezüglich war Papa schwer enttäuscht, als Kurtchen auch noch anfing Hosen zu tragen.

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12.10.2016 von eb
Space-Street-Art,

(C.) 24x30Maroufl./Abtönf./Gouache (Klick dich ins All).
bild ... oder
Street-Space-Art?
Art-Streets-Space?
Art-Space-Streets?
Space-Art-Streets?
Street-Art-Space?

Ach was, - Artefakte ohne Akte, bis es fröhlich knackte.

Man sollte solcherlei Wortspielchen nicht allzu bierernst betreiben, denn wie man's dreht und wendet, tun sich immer irgendwelche Räume auf die es zu füllen gibt, - und seien es nur deren kahlen Wände mit etwas Farbe. Kommen wir also zum tief-ernst-Seriösem.

Beim Durchforsten meiner zu Lebzeiten verschlungenen SF-Romane, - ist mir aufgefallen, dass im Science-Fiction, Kunst und Künstler eigentlich eher eine Seltenheit sind. Nicht unter den Science-Fiction-Autoren und erst recht nicht unter den Illustratoren, Grafikern und Malern dieser edlen Zunft, welche den entsprechenden Büchern, Heften, Lehrmitteln, bzw. überhaupt der visuellen Umsetzung, erst so das gewisse Etwas geben. Nein, - ich meine eher innen drin, - in den Geschichten selber. Dies mag möglicherweise an diesem "Science" in der Kategorisierung liegen, welches sich aus mir unerfindlichen Gründen auch noch im Science-Fiction-Fantasy wacker hält. Aber gut, da werden wir wohl die gleichen Probleme mit Wortspielen haben. Was mich neben der deutlichen Unterbewertung von Kunst im SF aber noch mehr stört, ist der Umstand, dass wenn sie dann doch mal zur Sprache kommt, es sich immer um "grooooße" Kunst handelt. Also, entweder gigantische Statuen und Gebilde wie z.B. in Jack McDevitt's "Gottes Maschinen", ein Dichter in Greg Bears "Lied der Macht" als entscheidender Faktor um ganze Herrschaften oder gleich das künstlerisch eher fragwürdige zusammen-Dengeln von Asteroiden, Planeten und Sonnen bis Galaxien, in der einen oder anderen Space-Opera.

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